gepostet von Kristian

München, Brienner Straße zu Zeiten des Corona Virus

Mindestens zwei Meter Abstand hier kein Problem: München, Brienner Straße, Sonntagnachmittag.
Foto: KL

In normalen Zeiten ist Joggen in der Innenstadt ein wahrer Graus. Miefende Abgase, man kommt wegen roter Ampeln stetig aus dem Rhythmus, Passanten kreuzen zur falschen Zeit den Laufweg.

In besonderen Zeiten wie diesen hingegen gehört die Stadt am Sonntagnachmittag nun dem Läufer. Running & Sightseeing. Natürlich mit zwei Meter Abstand. Was sich bei dem aktuellen Verkehrsaufkommen gut machen lässt, indem man einfach mal vom Bürgersteig auf die Straße ausweicht.

Die Straßen sind wie leergefegt. Kaum Autos, wenige Spaziergänger. Man mag das als „really scary“ empfinden. Die Szenerie erinnert unweigerlich an den Blockbuster „I am Legend“ mit Will Smith: Plötzlich allein und verlassen in der sonst doch so wuseligen Großstadt. Der letzte Mensch auf Erden. Wo sind all die anderen? Alleingelassen mit dem unsichtbaren Feind.

Aber man muss sich von sich selbst ja auch nicht immer alles gefallen lassen und sich die Gefühle vorschreiben lassen. Daher habe ich mir als persönlichen Stimmungsheber einfach flugs vorgestellt, ich wäre gerade für einen Tag der König von München, für dessen läuferischen Ausflug man eigens die Straßen gesperrt hätte. Eben alles eine Frage der persönlichen Wahrnehmung….

Aber aufgepasst. Auch beim Joggen lauert das doofe Virus. So weiß Sportmediziner Perikles Simon: „Je nach Witterung verteilt sich so ein Virus wie Rauch in der Luft; es sinkt mal schneller, mal langsamer zu Boden. Deshalb ist es durchaus möglich, dass man sich beim Joggen ansteckt oder eben andere ansteckt, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhält.“ Nachzulesen im Interview hier im Tagesspiegel.